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Thomas Hobbes

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783593419671
Sprache: Deutsch
Umfang: 172 S., 4.00 MB
Auflage: 3. Auflage 2014
E-Book
Format: PDF
DRM: Digitales Wasserzeichen

Beschreibung

Thomas Hobbes (15881679), dessen Denken von den europäischen Konfessions- und Bürgerkriegen des 17. Jahrhunderts geprägt war, steht für einen Paradigmenwechsel innerhalb der politischen Philosophie. Diese ging seit Platon und Aristoteles von der Opposition zwischen gerechtem und ungerechtem Gemeinwesen aus. Hobbes jedoch »erfand« für sein Zeitalter eine neue Opposition: die von Herrschaftslosigkeit und Herrschaft. Chaos und Krieg sollten durch die Einsetzung eines absoluten Souveräns gebannt werden. Damit war Hobbes Wegbereiter einer neuen Regierungsform. Herfried Münklers bekannte Einführung in die Philosophie von Thomas Hobbes liegt nun in einer aktualisierten Neuauflage vor.

Autorenportrait

Herfried Münkler ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Leseprobe

1 Einleitung

Leo Strauss hat Thomas Hobbes als einen "unklugen, koboldhaften und bilderstürmerischen Extremisten" bezeichnet. Damit wollte er ihn keineswegs denunzieren und herabsetzen, denn er fährt in seiner Charakterisierung fort, Hobbes sei "wegen seiner fast jungenhaften Offenheit, seiner nie versagenden Menschlichkeit und seiner wunderbaren Klarheit und Nachdrücklichkeit ein [] genußreicher Schriftsteller". Was Strauss offenkundig zum Ausdruck bringen wollte, ist die frappante Gleichzeitigkeit von Radikalität und Ambivalenz in Hobbes' politischer Theorie, die sich gemeinhin ausschließen: Die Ambivalenz einer Theorie wird als Folge fehlender Radikalität begriffen, so wie umgekehrt die radikale Durchdringung eines Problems beansprucht, dessen ambivalente, mehrdeutige Erscheinungsweise in ihren Ursachen aufzuklären und eindeutig zu machen. Bei Hobbes ist dies anders: Der Mann, der in der Literatur übereinstimmend als revolutionärer Mitbegründer der politischen Philosophie der Neuzeit bezeichnet wird, wird zugleich von den einen als erster liberaler Politiktheoretiker angesehen, während andere ihn als denjenigen begreifen, der wie kaum ein anderer in dieser Eindeutigkeit das Erfordernis des starken, autoritären Staates zwingend nachgewiesen habe. Bemerkenswert an diesen widersprüchlichen Lesarten der Hobbes'schen Theorie ist, dass beide Seiten gute Gründe für die Richtigkeit ihrer jeweiligen Sichtweise geltend machen können. Im Falle der Hobbes'schen Theorie scheint Ambivalenz durch Radikaliät nicht getilgt, sondern gerade erst hervorgebracht worden zu sein. Um dieses Problem des Nebeneinanders und der Gleichzeitigkeit von argumentativer Klarheit und politischer Mehrdeutigkeit kreisen nahezu alle Interpretationen der Hobbes'schen Theorie; insofern ist es naheliegend, es zum Ausgangspunkt der Darstellung zu machen. Hobbes hat sich mehrfach und dezidiert von allen Traditionen des politischen Denkens abgesetzt und seine Theorie als revolutionären Neubeginn, ja als Beginn eines gründlichen politischen Denkens überhaupt bezeichnet. Verwissenschaftlichung der Politik, und zwar Verwissenschaftlichung nach den Vorgaben der Geometrie, sollte die Antwort auf die politischen Wirren seiner Zeit sein. In dem an den Earl of Devonshire gerichteten Widmungsbrief zu De cive schreibt Hobbes:

"Wenn die Moralphilosophen ihre Aufgabe mit gleichem Geschick [wie die Geometer] gelöst hätten, so wüßte ich nicht, was der menschliche Fleiß darüber hinaus noch zum Glück der Menschen in diesem Leben beitragen könnte. Denn wenn die Verhältnisse der menschlichen Handlungen mit der gleichen Gewißheit erkannt worden wären, wie es mit den Größenverhältnissen der Figuren geschehen ist, so würden Ehrgeiz und Habgier gefahrlos werden, da ihre Macht sich nur auf die falschen Ansichten der Menge über Recht und Unrecht stützt, und das Menschengeschlecht würde eines beständigen Friedens genießen []. Wenn dagegen jetzt der Krieg mit den Schwertern und der Krieg mit den Federn kein Ende nimmt; wenn die Kenntnis des Rechts und der natürlichen Gesetze heute nicht größer ist als in alten Zeiten; wenn jede Partei ihr Recht mit Aussprüchen der Philosophen unterstützt; wenn dieselbe Handlung von dem einen gelobt und von dem andem getadelt wird, wenn derselbe Mensch heute das billigt, was er morgen verdammt, und wenn er die eigenen Taten anders beurteilt, sofern sie andere tun: so sind dies überaus deutliche Zeichen, daß die bisherigen Schriften der Moralphilosophen zur Erkenntnis der Wahrheit nichts beigetragen haben" (Civ. 61f.).

Hobbes ist also der Auffassung, dass der Bürgerkrieg, der während der Niederschrift von De Cive in England offen ausgebrochen war und der auf dem Kontinent seit mehreren Jahrzehnten in Gestalt des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) die Länder und Staaten zerrüttete, vermeidbar gewesen wäre, wenn Moralphilosophie und politische Wissenschaft jene Fortschritte gemacht hätten, wie sie im Bereich der Naturwissenschaften zu verzeichnen waren. Die Gefährdungen der politischen Ordnung waren nach Hobbes' Urteil dieselben, die schon Thukydides und Platon ausgemacht hatten: Ehrgeiz und Habgier. Aber Moralphilosohie und politische Wissenschaft hatten auf diese Herausforderung bislang keine gültige Antwort gefunden. Was ihnen fehlte, war, so Hobbes, ein "geeigneter Ausgangspunkt" (commodum principium), und den glaubte er, wie er eingangs der zitierten Passage andeutet, darin gefunden zu haben, dass er "die Verhältnisse der menschlichen Handlungen" in derselben Weise zueinander in Beziehung setzte, wie dies die Geometrie mit den "Größenverhältnissen der Figuren" tat. Eine more geometrico verfahrende politische Theorie würde danach die Voraussetzungen dafür schaffen, dass der Bürgerkrieg beendet und eine stabile politische Ordnung begründet werden könnte. Dies sei jedoch nur möglich, wenn mit den überkommenen Formen politischen Denkens gebrochen werde, denn sie hätten sich als unfähig erwiesen, die Gesetze des Friedens zu entdecken. Was Hobbes damit verlangte, war die Abkehr von der aristotelischen Tugendlehre wie überhaupt die Abkehr des politischen Denkens von der praktischen Philosophie und seine Überführung in die theoretische Philosophie. Aristoteles hatte die Einordnung der Politik - neben Ethik und Ökonomik - in den Bereich der praktischen Philosophie damit begründet, dass sie es mit veränderlichen, von Zeitumständen und äußeren Gegebenheiten abhängigen Problemen zu tun habe und es in ihr darum neben dem richtigen Erkennen auf das rechte Handeln ankomme. Es ist die wissensystematische Zuordnung politischer Theorie zur praktischen Philosophie, gegen die Hobbes an der zitierten Stelle mit dem Argument angeht, sie habe dazu geführt, dass es im politischen Denken seit der Antike keinen Fortschritt gegeben habe, denn diese Art des Denkens sei aufgrund des fehlenden systematischen Ausgangspunktes nicht in der Lage, die Ordnung der Gesellschaft rational zu konstruieren und diesbezügliches Wissen zu akkumulieren. Was Hobbes vorschlägt, ist ein fundamentaler Bruch mit einer zweitausendjährigen Tradition politischen Denkens.

Hobbes brach damit nicht nur mit der an den europäischen Universitäten nach wie vor hegemonialen Philosophie des Aristoteles, sondern verwarf auch das große Projekt des Renaissance-Humanismus, durch eine Rückbesinnung auf die Vorbilder der Antike zu einem Aufschwung von Kultur und Wissenschaft in Europa beitragen zu können. Die philologisch geschulte Neulektüre antiker Texte und die Orientierung am Vorbild der Römer sollten nach Auffassung der Renaissance-Humanisten dafür sorgen, dass die Menschen moralisch besser und politisch klüger würden. Aber weder Erasmus, der in seiner Institutio Principis Christiani auf die sorgfältige Erziehung eines christlichen Herrschers gesetzt hatte, noch Machiavelli, der in seinen Discorsi die Orientierung an den politischen Praktiken der Römer als Orientierungsmaßstab effektiven politischen Handelns ins Spiel gebracht hatte, waren für Hobbes Politiktheoretiker, an die man anknüpfen konnte und deren Überlegungen sich weiterführen ließen. Mit wenigen Ausnahmen, Thukydides etwa oder auch Platon, ließ sich aus der Tradition des politischen Denkens nach Hobbes' Auffassung nichts oder nur Falsches lernen. Also musste methodologisch ein radikaler Neuanfang gemacht werden, und dafür hat Hobbes die Übernahme mathematisch-naturwissenschaftlicher Verfahren in die politische Wissenschaft vorgesehen.

Insofern ist es nicht verwunderlich, dass Hobbes in dem knapp ein Jahrzehnt später verfassten Widmungsbrief zu De corpore die Behauptung aufgestellt hat, politische Philosophie im exakten Sinne sei "nicht älter als das Buch, welches ich selbst unter dem Titel De cive verfaßt habe" (OL 12). Es dürften diese und ähnliche, die wissenschaftliche wie die politische Gelehrsamkeit vor den Kopf stoßenden Äußerungen gewesen sein, die Leo Strauss dazu veranlasst haben, Hobbes als "unklug" zu bezeichnen. So hat Hobbes seine Überzeugungen und Grundsätze in einer Schärfe und Unversöhnlichkeit vorgetragen, dass sie zum Ausgangspunkt immer neuer Kontroversen und Auseinandersetzungen werden mussten, und tatsächlich war Hobbes, seitdem er 1640 seine Elements of Law als royalistische Parteischrift verfasst hatte - er war damals immerhin schon über fünfzig Jahre alt -, bis zu seinem Lebensende in immer neue Polemiken verwickelt: über die Freiheit des Willens, über die Quadratur des Kreises, über Organisation und Lehrinhalte der Universitäten und vor allem natürlich über seine politische Theorie, die nicht nur bei seinen politischen Gegnern, sondern auch bei seinen politischen Freunden auf heftigen Widerspruch und strikte Ablehnung stieß. Dabei hatte Hobbes offensichtlich erwartet, er könne durch die schlagende Klarheit der Argumente seine Leser überzeugen und dazu bringen, seinen Hinweisen und Ratschlägen aus Einsicht zu folgen. So erklärte er in dem De cive vorangestellten "Vorwort an die Leser":

"Wenn Sie die von mir aufgestellte Lehre erfaßt und begriffen haben werden, so hoffe ich, daß Sie lieber einige Unbequemlichkeiten im Privatleben, da die menschlichen Dinge nicht frei von aller Unbequemlichkeit sein können, mit Geduld ertragen werden, als daß Sie den Staat in Verwirrung bringen; daß Sie die Gerechtigkeit Ihrer Unternehmungen nicht nach den Reden und dem Rate einzelner Bürger, sondern nach den Gesetzen des Staates bemessen werden und daß Sie nicht mehr von ehrgeizigen Menschen sich werden mißbrauchen lassen, um mit Ihrem Blute diesen zur Macht zu verhelfen. Ich hoffe, daß Sie es vielmehr vorziehen werden, den gegenwärtigen Zustand, auch wenn er nicht der beste ist, selbst zu genießen, als Krieg zu beginnen, damit, nachdem Sie selbst getötet worden oder das Alter Sie verzehrt hat, andere in einem späteren Jahrhundert eine verbesserte Verfassung besitzen" (Civ., 72).

Hobbes hat seine Leser davon überzeugen wollen, dass Gehorsam gegenüber dem Souverän, wer auch immer er sei, die geeignetste Form ist, den eigenen Interessen zu genügen. Dabei hat er nicht an den Altruismus und die Opferbereitschaft der Bürger appelliert, sondern im Gegenteil auf deren wohlverstandenes Eigeninteresse gesetzt, von dem er erwartete, es werde ein hinreichendes Gegengewicht gegen politische Visionen sein, die eine bessere Zukunft versprachen, von denen Hobbes aber nichts anderes als eine Intensivierung der politischen Konflikte erwartete. In diesem Sinne hat er seine Theorie als eine Belehrung zur Orientierung am Eigeninteresse und als Rationalisierung politischen Verhaltens durch eine Zurückdrängung der Affekte und Emotionen verstanden. Ganz offensichtlich hat er bei der Niederschrift der zitierten Passagen geglaubt, dies könne und werde ihm mit der Veröffentlichung von De cive gelingen.

Schlaglichtartig wird damit sichtbar, was in der jüngeren Forschung als das Performanzproblem der Hobbes'schen Theorie thematisiert worden ist: die Erwartung, dass das Aussprechen dessen, was Hobbes für wahr und zutreffend hielt, für die so beschriebenen Menschen auch Verbindlichkeit erlangte, dass - mit anderen Worten - konstative Sätze, wie etwa der, dass Menschen interessegeleitet seien, durch ihr öffentliches Aussprechen bzw. ihre Publikation in einem Buch performative Qualität erlangten, d.h. dass mit ihnen eine Selbstverpflichtung zur Orientierung an den je eigenen Interessen einhergehe. Diese Engführung von Konstativem und Performativem ist für Hobbes' Argumentation elementar, denn nur wenn die Menschen mit großer Zuverlässigkeit als interessengesteuerte Lebewesen agieren, kann Hobbes' politische Geo­metrie funktionieren. Man könnte auch von einer Inversion des Deskriptiven und Präskriptiven in der methodischen Anlage der Hobbes'schen Theorie sprechen; denn nur wenn die Menschen tatsächlich so sind, wie sie von Hobbes beschrieben werden, kann die von ihm entwickelte politische Ordnung als eine mechanische Kombination der politischen Eigeninteressen entstehen. Auf die eingangs erwähnte Forschungskontroverse bezogen, ob Hobbes eher in die Tradition liberalen Denkens gehöre oder ein Repräsentant des autoritären Staates sei, heißt das, dass Hobbes' politische Theorie um so liberaler daherkommt, je mehr man vom "Wunder des Performativen" ausgeht, und dass die autoritären Züge in dem Maße zunehmen, in dem man bezweifelt, dass sich die Menschen tatsächlich so verhalten, wie sie von Hobbes beschrieben worden sind: Dann nämlich muss der Souverän sie zwingen, so zu sein, wie sie theoretisch immer schon hätten sein sollen. Hobbes selbst hat dieses Dilemma nicht thematisiert und wahrscheinlich hat er es als solches auch nicht erkannt. Er dürfte darum auch kaum vorausgesehen haben, dass seine auf die Herstellung eines dauerhaften Friedens ausgerichtete Lehre zum Ausgangspunkt heftiger Auseinandersetzungen werden würde, zumal er doch, wie er versicherte, "nicht im Interesse einer Partei, sondern des Friedens" schrieb (Civ., 74). Solche Erwartungen in einer ideologisch hochgradig aufgeladenen Bürgerkriegssituation zu hegen, war in gewisser Hinsicht naiv oder, wie Leo Strauss es nannte, "unklug". Denn gerade in einer solchen Situation wurde, wie Hobbes sehr bald erfahren musste, jede theoretische Intervention zur Parteinahme. Hatte er eine solche Parteinahme noch intendiert, als er auf Vorschlag des Earl of Newcastle die Elements of Law verfasste und Abschriften unter den Abgeordneten des Kurzen Parlaments zirkulieren ließ, so hat er De cive ebenso wie das große Werk Leviathan als jedem Parteistandpunkt überhobene theoretische Reflexionen in praktischer Absicht verstanden. Für die von Hobbes mit so großer Eindringlichkeit analysierte Bürgerkriegssituation ist jedoch gerade charakteristisch, dass es in ihr keinen von den Konfliktparteien unabhängigen Standpunkt der politischen Vernunft gibt. Was dem "Krieg der Federn", wie Hobbes die Schriften der Parteiintellektuellen später genannt hat, überhoben sein sollte, wurde von den Zeitgenossen als Teilnahme daran wahrgenommen. Das "Wunder des Performativen"kam nicht zustande. So wurde die Lehre von der Unterwerfung unter die de-facto-Macht, wie Hobbes sie im Leviathan entwickelt hat, in royalistischen Kreisen sogleich (und mit Grund) als Aufforderung zur Unterwerfung unter die Republik bzw. die Militärdiktatur Oliver Cromwells verstanden, und Hobbes, der nach der Niederschrift der Elements of Law nach Frankreich geflohen war, kam zu dem Ergebnis, er müsse nun vom Exilhof Karls II. in Frankreich wieder nach England fliehen. Das macht, um Leo Strauss' dritte Charakterisierung des Thomas Hobbes aufzugreifen, das Koboldhafte an Hobbes aus: Die konsequente Orientierung an der Herstellung des Friedens und die Logik seiner eigenen Theorie, der er sich aus kurzfris­tigen taktischen Erwägungen nicht zu entziehen bereit war, haben ihn, der durch­weg ein überzeugter Anhänger der Monarchie war, dazu veranlasst, eine faktisch prorepublikanische und antiroyalistische Position einzunehmen - was sein alter Kontrahent und Gegenspieler Edward Hyde, Earl of Clarendon, ihm nach der Restauration der Stuarts mehrfach zum Vorwurf gemacht hat: Ein Monarch, so Clarendon, sei gut beraten, seine und seines Staates Sicherheit nicht auf die Theorie eines Thomas Hobbes zu gründen, denn sie sei kaum geeignet, ihm in politisch heiklen Konstellationen die Loyalität und Treue seiner Untertanen zu erhalten.

Nun kann eine Theorie, die in ihrem Kerngehalt während eines Zeitraums von etwa zehn Jahren, zwischen der Abfassung der Elements of Law und der Niederschrift des Leviathan, erarbeitet worden ist, und dies obendrein unter dem Eindruck eines Bürgerkrieges, schwerlich völlig aus einem Guss sein. Fraglos gibt es eine Entwicklung der Hobbes'schen Theorie, auch wenn diese in Anbetracht der dramatischen Umstände, unter denen sie entstanden ist, bemerkenswert wenig Risse aufweist. Akzentverschiebungen und Gewichtsverlagerungen freilich sind bei genauerer Betrachtung nicht zu übersehen: Zunächst ist eine deutliche Entnormativierung der Rolle des Souveräns festzustellen, dessen Aufgaben und Pflichten in den Elements of Law noch viel deutlicher und klarer bestimmt werden, als dies später der Fall ist. Dementsprechend ist die Absolutheit der obersten Gewalt im Leviathan erheblich ausgeprägter als in den vorangegangenen Schriften.8 Andererseits sind die Elements eher eine politische Tendenzschrift, während es sich beim Leviathan um eine systematisch-staatstheoretische Abhandlung handelt.

Inhalt

Inhalt
Siglen 7
1 Einleitung 9
2 Erfahrungen und Konsequenzen 23
2.1 Hobbes' Vita und Werk 23
2.2 Der Bürgerkrieg in England 53
2.3 Hobbes' Bruch mit der klassischen politischen Philosophie 58
2.4 Sprachkritik 74
3 Die Grundelemente der politischen Theorie 82
3.1 Hobbes' Menschenbild 82
3.2 Der Naturzustand 96
3.3 Der Vertrag und die Einsetzung des Souveräns 109
3.4 Die Rechte und Pflichten des Souveräns 122
3.5 Politische Theologie 131
4 Rezeptionsgeschichte 139
Anmerkungen 146
Zeittafel 169

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